Marcel Garding

Die Zukunft ist HTML5 & CSS3



Die großen IT-Konzerne Apple, Mozilla und Opera gründeten Mitte 2004 eine Arbeitsgruppe, um aus den Vorteilen von HTML 4.01, XHTML 1.0 und DOM HTML Level 2 eine neue gemeinsame Version namens HTML5 zu entwickeln – ohne die strenge Standardisierung des W3C. Multimedia sollte eine wichtige Rolle spielen – das sicherte HTML5 eine große Aufmerksamkeit unter Entwicklern. Seit Anfang 2007 fügt sich auch das W3C dem öffentlichen Druck und arbeitet an HTML5 mit, um nicht an Bedeutung zu verlieren. Seit Ende 2009 ist die Entwicklung von XHTML eingestellt, sodass HTML5 definitiv die Zukunft als Standard für Struktur von Webseiten gehört.

Insgesamt zeigt HTML in Version 5, wie die Zukunft des Web aussieht: Webseiten werden immer multimedialer und auch auf mobilen Geräten betrachtet. Unter der Haube hilft HTML5, die Inhalte besser zu strukturieren – das kommt nicht nur Suchmaschinen und den Softwareherstellern zu Gute, sondern letztendlich auch dem Endanwender über stabilere Standard für Webdienste. Wann eine finale Fassung durch das W3C freigegeben wird, ist aber weiterhin unklar. Der Trubel um das iPad wird HTML5 weiter verbreiten und bekannter machen. Der wirkliche Erfolg steht und fällt aber mit den Videodiensten: Sobald diese von Flash auf HTML5 wechseln, ist die proprietäre Technik von Adobe gestorben. Dabei fehlt ein entscheidender Baustein: Zwar ist HTML5 ein freier Standard und kann Videos einfacher in Webseiten einbetten. Einige Browser unterstützen aber den freien Codec OGG Theora nicht. Der H.264-Codec ist lizenzpflichtig, sodass es dringend eine freie Alternative braucht.

HTML5 Browserfunktionsübersicht



Wo ist sie hin die 0,2 Liter Coca-Cola Falsche?



Die schwarze Brause aus der 0,2 Liter Glasflsche mit Koffein und natürlich ausschließlich in der zuckerhaltigen Classic-Variante. Das Light- und Zero-Zeug ist was für Whimps. Die schöne kalte 0,2 Liter Coke war unübertroffen. So eine kleine kühle Flasche Coke hilft mir zuverlässig bei Kopfschmerzen oder Übelkeit.

Gerade erst habe ich in einem Rezept-Heftchen gelesen, dass ein halber Liter Cola in den Abfluss gekippt auch Verstopfungen (im Abfluss) lösen kann. Fantastisch! Sollte der Abfluss mal verstopft sein, weil man sich nach heftigem Zuspruch zu alkoholischen Getränken entsprechend erleichtern musste : Ein halber Liter Cola in die Birne, ein halber Liter Cola in den Ausguss, fertig. Welches andere Getränk brächte so etwas fertig?

Coca Cola ist ein Kulturgut. Keine andere Marke steht so für den westlichen Way of Life. Amerika, Freiheit, Kapitalismus. Toll. Man kann ins hinterletzte Eck der Welt fahren und findet immer irgendwo den elegant geschwungenen Schriftzug von Coca Cola. Die kleine Coca-Cola-Glas-Flasche ist zudem eine geradezu klassische Schönheit.

Coca Cola ist Kindheitserinnerung. Die Werbung mit dem Lied First Time von Robin Beck, die Knibbel-Bilder, die in der Schule eifrig getauscht wurden zuckersweet Memories für alle Children of the Eighties. Für die Jüngeren: Knibbel, das waren kleine, wächserne Bildchen unter dem Schraubverschluss, die man herausknibbeln musste. Meistens waren Motive von Autos, Schiffen, Flugzeugen oder Rockstars drauf.

Coca Cola ist angeblich ziemlich evil.Die Coca Cola Company unterstützt Para-Militärs in Kolumbien, verpanscht Cola in Indien mit Pestiziden, beutet Kinder und Arme aus. Man wirft Coca Cola den hohen Zuckergehalt vor, der Menschen fett und Kinderzähne kaputtmacht. All dies konnte bei mir allerdings die Faszination für Coca Cola nicht beenden.

Coca Cola ist zuckerhaltig. 100 ml Coca Cola enthalten laut Flaschenangabe 10,6 Gramm Zucker. Ein Kinderjoghurt Frucht Juniors (ich glaube von Penny), der sich explizit an Kinder richtet und genau wie die berühmten Frucht Zwerge damit wirbt, dass er nur mit der Süße von Früchten auskommt, enthällt auf 100 Gramm 14 Gramm Zucker. Leckerer Orangen-Direktsaft enthält pro 100 ml 9,5 Gramm Zucker. Also: Coca Cola enthält viel Zucker. Andere leckere Sachen, die als supergesund gelten, aber auch. Von den Zuckerbomben in so gesannten Frühstücks-Cerealien mal gar nicht zu reden.

Coca Cola ist erfinderisch was Werbung angeht. Lustigerweise druckt Coca Cola auf die Flaschen seit einiger Zeit den Hinweis Coca Cola enthält Zucker, der Dir Energie für Deinen aktiven Lebensstil gibt. Auf Deutsch: Beweg Dich, sonst wirst Du fett. Da hat sie ja nun auch wieder Recht, die Coca Cola Company. Und in der neuen Cola-Werbekampagne wird sogar damit geprahlt, dass die schwarze Brause seit 1886 ohne künstliche Aromen und Konservierungsstoffe auskommt. Ziemlich clever, das ungesunde Image so gegen den Strich zu bürsten.